E1 | Geschichten vom Medienkompetenzerwerb

Eselsbrücke, Samstag, 13.00 Uhr

Session-Owner: Jöran

Ergebnisse

Doku: geschriebene Geschichten und Videos
Video 1: http://vimeo.com/joeran/meko1 (Stillarbeit)
Video 2: http://vimeo.com/joeran/meko2 (3er-Gruppen)
Video 3: http://vimeo.com/joeran/meko3 (Ergebnissicherung)

Ablauf

  • 5 Minuten Ankommen
  • 5 Minuten Erklärung
  • 5 Minuten alleine Notizen machen
  • 15 Minuten (= 3×5) im Trio vorstellen
  • 10 Minuten: gemeinsam 1(!) Geschichte dokumentieren (Etherpad, Video, Audio, sonstwie)
  • 10 Minuten: zu zweit oder dritt Ergebnisse der anderen sichten

Live-Doku: http://piratepad.net/meko-erwerb

BackUp vom 25.03.11:
Bastis Baustein: Google AdPlanner
Kennzahlen für Domain-Traffic und Nutzerverhalten auf Websites per http://google.com/adplanner/abchecken.

GRRRR. Was ist MeKo? Medienkompetenz 😉

1. Medienkompetenz kann man nicht lehren – nur erfahren und erwerben
Konsequenz: Erfahrungsräume schaffen

Während im Hintergrund gemendelt wird, bekomm ich meine „Erfahrungsräume aber nicht so recht reflektiert und formuliert. Hänge gerade hinter der Zeitvorgabe…. #problem Multitaskingkompetenzentwicklung 😉 Hab ich die denn jetzt, wenn ich „ja“ sage?

Wer macht mit? Brauchen eine 3er Gruppen.
1. Felix (Terminorganisationskompetenz)
2. Basti (Homepageröntgenblick)
3. Florian

ERGEBNISSE

Video Basti über Homepageröntgenblick / Adplanner http://vimeo.com/joeran/meko-basti
Das kann man gar nicht gucken, die Hintergrundgeräusche sind ja unerträglich laut
Video Melanie über Videobearbeitung http://vimeo.com/joeran/meko-melanie
Video Jöran über diigo zwecks Wissensmanagement http://vimeo.com/joeran/meko-joeran

Microblogging mit Twitter – Trial and Error… Learning by Doing
Wie sind wir zu Twitter gekommen? Untersch. Erfahrungen:
– Uli:
– Ruth:
– Basti: Ueber ein Blog (factoryjoe.com) 2006 von Twitter erfahren, dann in Oxford selbst ausprobiert und den ersten Tweet abgeschickt
– Christian: Initiation tatsächlich über eine Veranstaltung der Bundeszentrale für
politische Bildung in Hattingen. Dort kamen viele „Web-Evangelisten“
zusammen und haben den Funken überspringen lassen. Mein Interesse am Web
2.0 war zwar schon vorher groß, aber welchen Nutzen und welche konkreten
Anwendungsmöglichkeiten es gibt, davon hatte ich dato nur eine vage
Vorstellung. Danach Auseinandersetzung mit den Funktionaläten der Tools (Twitter & Co).
Learing by Doing. Am wichtigsten: Vernetzung mit Gleichgesinnten,
Erfahrungsautausch…

Nutzung von Etherpad…
dito – wie dito? Einfach ausprobieren, intuitiv
Christian hat heute zum ersten mal ethperpad anngewendet und darüber erschließt sich ihm prozessual die Bedeutung/Funktion von etherpad.
Ich (Ulrike) habe etherpad vorher schon kombiniert mit skype-Treffen verwendet in einem synchronen Lernnetzwerk und mir sind weitere Funktionen durch die Verwendung (learning by doingt) bekannt. ohne das Lernnetzwerk hätte ich die etherpad nicht

Oder irgendein anderes Tool…
Wir haben festgestellt, dass über Anregungen von außen (Freundem) und über Versuch und irrtum Medienkomeptenz aufgebaut wird. Erworbenes Wissen wird so selbstverständlich, dass es gar nicht mehr als Medienkompetenz wahrgenommen wird – während Nicht-Wissen als Mangel an Kompetenz erscheint.

Beispiel für einen Erfahrungsraum an Schulen
(Christian @cgrune, Julian, Jürgen @ertelt)
These: Medienkompetenz heisst hier, Medien im Unterricht sinnvoll einsetzen zu können. Lehrer brauche dafür Erfahrungsräume, die
– einfach verfügbar sind
– mit Alltag verbunden sind,
– sofort verwendet werden können
– Austausch an der Schule / unter Kollegen ermöglichen

itslearning labs – Wie es an Schulen funktionieren könnte

Kontext:
Medienkompetenz ist bei einigen wenigen da, Weitergabe dieser in klassischer Fortbildung funktioniert nicht. Medienkompetenzerwerb ist als Prozess zu verstehen.

Was bei uns funktioniert hat: Ein Umfeld zu schaffen, in dem Medien lustvoll erlebt werden können und die Motivation, die eigene Lust und Spass anderen weitergegeben werden kann. Das sind Erfahrungsräume

Wie können Erfahrungsräume institutionalisiert werden (=Alternative zu klassischer Fortbildung)

Kick-off
(1 Tag)
Einführung
3-4 Themen finden
5-8 aktive Lehrer finden

Praxis und arbeiten
(3-8 Monate)
An den Themen moderiert arbeiten
Input-Veranstaltungen
Online-Support
Best-Practice Beispiele

-> Ziel: persönlichen Nutzen entdecken

Erfahrungen weitergeben
Schulintern an Kollegen/innen
Schulleitung
Extern: andere Schulen

-> Ziel: Nutzen anderen nahebringen

Wie ich Sprache mit Skype gelernt habe:
Meine Muttersprache ist Lettisch. Um ein bisschen besser Deutsch zu lernen, suchte ich eine Möglichkeit es lediglich zu hören und installierte auf Anregung eines Handwerkers Skype. Daraufhin wurde ich von einem Menschen aus Kairo angeschrieben, der Deutsch studierte und mit mir sehr korrekt und fehlerfrei Deutsch sprach/schrieb. So schrieben wir jeden Tag etwa 10 Minuten. Diese Regelmäßigkeit half mir Deutsch besser zu lernen. In ähnlicher Weise habe ich es auch geschafft Englisch und Arabisch zu lernen.

Kompetenz: Twitter eignet sich hervorragend zur Vernetzung auf Veranstaltungen
CC-BY-NC-SA Daniel Seitz, Eike Rösch, Olivier Jamil

Theorie In einem Blogartikel las ich, dass sich Twitter sehr gut eignet, um sich mit Unbekannten, aber an den selben Themen Interessierten, zu vernetzen. Dies leuchtete absolut ein, somit speicherte ich diesen AHA-Effekt ab.
Praxis Praktisch überprüfte ich diese theoretische Erkenntnis auf der nächsten Veranstaltung. Die Erfahrung war sehr ernüchternd, tatsächlich fand nur wenig Vernetzung statt -– vor allem, weil ich wenige Follower hatte.
Theorie Ich recherchierte also, ob diese Erfahrung von weiteren Menschen geteilt wird, was sich schnell bestätigte. Verschiedene Blogger/Twitterer haben enfalls diese Erfahrung dokumentiert. Eine der Empfehlungen war, dran zu bleiben, das eigene Netzwerk zu erweitern, das eigene Profil zu schärfen usw.
Praxis In einer weiteren Veranstaltung, bestätigte sich die ursprüngliche Beobachtung, eine weitreichende Vernetzung war möglich und fand auch tatsächlich statt.

Kompetenz: Facebook strategisch nutzen
Facebook-Profil vs. Facebook Fanpage als Lehrer (Gefällt mir)
–       Woher? Neu im Referendariat , erste Anfragen von Schülern nach Facebook à Mir „gefallen“ selber einzelne Seiten (Bands, Bücher, TVShows…). Seite eingerichtet und herumgespielt bis Ergebnis vorhanden
–       Vorteile: Als Lehrer sehe ich keine privaten Updates meiner Schüler, kann aber zielgerichtet Informationen bereit stellen.
–       Ist das Interesse bei Schülern überhaupt vorhanden, Fan zu werden
–       Gefällt mir hat eine andere Qualität als Freund

Selber tun können: Kompetenz – Webseiten sind kein Zufall!
am Beispiel von typo3 und WikiText
– Ziel vor Augen: gesalten, dokumentieren, mitteilen wollen und ncht können. Nicht konsumieren, sondern selbst mitproduziren wollen.
– Den Sprung ins kalte Wasser wagen.
– Die Wikipedia hat ein „Bearbeiten“-Button? Diskussionen, Richtilinien für die Verwendung von Grafiken, Versionsgeschichte?
– So einfach ist es, Webseiten mit Inhalten zu füllen? So schnell sieht es so gut aus? Dazu muss man nicht Informatik studiert haben?
– Das Selbstbewusstsein steigt: Endlich fällt die Ehrfurcht. Endlich autonom sein und dazugehören. (Medien)-gesellschaftliche Teilhabe erworben und gut. Weiter.