E6 | Lehrende bei Facebook und Twitter – wenn Schüler einen adden

Sonntag, 11:00 Uhr, Eselsbrücke

Session-Owner: @akasche und @HerrWartenberg

Live-Doku: http://piratepad.net/8OSqJuJSPx

BackUp vom 23.03.11
Erfahrungsaustausch / offene Diskussion

19 Teilnehmer (8 Lehrer)

– Freundeslisten einrichten zur genauen Organisation, Schüler in eigenen Freundeslisten
(private Informationen werden für diese Schülerlisten ausgeblendet)

– Twitter: Wenn mir Schüler folgen, müssen sie damit rechnen, dass ich auch ihnen folge

– Was will der Schüler, wenn er mich added?
private Informationen herausfinden, mehr nicht.

– Schüler ignorieren ist nicht die feine englische Art

– Ich kann Schüler „privat“ kennen lernen, aber ist dies nicht nur ein vorgegaukeltes Interesse

– Wenn mich jmd adden möchte und ich lass ihn „links liegen“, kann er Teile meiner Timeline lesen (Facebook Bug)

–  Ich habe das Konzept der Privatsphäre für mich aufgegeben (Schüler erhalten HandyNr., Email -> keine schlechteren Erfahrungen, Facebook bleibt aber ausgeblendet

-@vilsrip Beitrag zur Session: http://www.tweetdeck.com/twitter/vilsrip/~KXbOs und http://www.tweetdeck.com/twitter/vilsrip/~R2kQk

– moodle ist Schülern zu hässlich

– Friendfeed als geschlossene Diskussionsgruppe verwenden
pro: Blogbeiträge etc. können automatisch in den Feed importiert werden
contra: extra Anmeldungen

  • Handnummer an Schüler weitergeben? (Nur Schüler ab 16)
    • Pro:
      • Krankmeldungen per SMS
      • Probleme mit Zugriff auf Hausaufgaben etc.
      • Ich gebe meine Handynr. *immer* bei Klassenfahrten an alle. Eine sehr nützliche Möglichkeit, Schüler wiederzufinden, wenn sie sich bei selbstständiger Erkundung einer Stadt (in Vierergruppen) verlaufen oder verspätet haben. – Bisher keine negativen Erfahrungen, hängt aber sicher mit der Kommunikationskultur innerhalb der Schule zusammen.
    • Contra:
      • Anrufe Samstag 9:00 Uhr

– Schüler abholen, wo sie sind, spricht für Facebook

– Facebook als LMS -> wie ist es mit dem Datenschutz?
– Alternative: WordPress (Buddypress)
– Klassen organisieren sich als Gruppen bei Facebook – ev. „Läserfreiräume“ lassen

–  Die Frage der „Aufsichtspflicht“ ist durchaus interessant – bei meinem FB-Account gab es einen Fall, bei dem ich zu einer Intervention genötigt war, da ein Sch. von einer Absicht schrieb, sich selbst zu schaden. Schulleitung warnte daraufhin vor „Selbstausbeutung“ – aber solch eine Haltung rührt von Unkenntnis der tatsächlichen Funktionsweise von Facebook her. Man kann schlichtweg nicht (selbst wenn man wollte) hundert Prozent aller Schülerstatusmeldungen und -kommentare lesen und „überprüfen“, das ist unsinnig.

Das Thema wirft viele Fragen auf:
Was tun wenn man mitbekommt, dass minderjährige Schüler Alkohol kaufen?
Wie kann ich mich als Lehrer bei Internetmobbing verhalten?

– Beispielfrage: Was müssen/sollten Lehrer tun, wenn sie bspw. feststellen, dass Schüler permanent zu spät noch auf Facebook posten?
Das hängt davon ab, wie sich der Schüler dann im Unterricht gibt. Wenn er permanent übermüdet wirkt und seine Leistungen darunter leiden, würde ich ihn darauf ansprechen und meine Kenntnis seiner FB-Präsenzzeiten einfließen lassen. Ansonsten nicht.

– Facebook auf Schulrechnern?
–    Freie Zeiteinteilung bei Aufgabenbearbeitung
– Sperrung der Bildschirme als Möglichkeit
– PC Raum als „Sonderwelt“

  • Reduziert auch die Verantwortung gegenüber der Geräte: PC Raum vs. eigenes iPhone/iPad

– Smartphones holen „Sonderwelt“ Computerraum in alle Klassenräume
– Schüler recherchieren parallel zum Unterricht

– Weiterbildung: Etherpad, Mindmeister , Rechner als Arbeitsgerät

– Im Deutschuntericht wird Facebook thematisiert im Bereich „Medienkritik“

-Schüler sensibilisieren, indem man sie googelt

– Facebook-Einstellungswirrwarr thematisieren

– Twitter vs. Facebook:alle sind auf Facebook, Twitter nutzen nur „Spezialisten“
– Frage nach Twitter/Facebookwalls im Unterricht

  • Stimmen außerhalb des Schulgebäudes ins Klassenzimmer mit einfließen lassen (externe Experten)

– auch bei Lehrern: Facebooknutzung überwiegt (Twitterlehrer sind auf dem Educamp 😉 )